Realer Hintergrund

„Es gab tatsächlich Fälle von Verwechslungen in Japan zur Zeit des Baby-Booms in den 1960er Jahren. Doch die Handlung ist eine erfundene. Man weiß, dass über 90 Prozent der Kinder, bei denen ein solcher Fehler entdeckt wurde, zurückgetauscht wurden. Inzwischen liegt die Rate bei 100 Prozent. Das Verhältnis zur Blutsverwandtschaft hat sich in der japanischen Gesellschaft verändert.

Dabei muss man auch wissen, dass das Adoptieren von Kindern in Japan nicht sehr verbreitet ist. Das zeigt, dass das Bewusstsein für die Blutsverwandtschaft eben immer noch groß ist. Wenn in Japan Leute, die eigene Kinder haben, andere Kinder adoptieren, wird das allgemein wenig verstanden.

Wenn es anders nicht geht, mag das Adoptieren eine akzeptierte Alternative sein.“

Hirokazu Kore-eda

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